4. Kontext der Organisation (Interpretation)

4.1 Die Organisation und ihren Kontext verstehen

Die Organisation muss externe und interne Themen (Aspekte) bestimmen, die für ihren (Unternehmens-)Zweck und ihre strategische Ausrichtung relevant sind und sich auf ihre Fähigkeit auswirken, die beabsichtigten Ergebnisse ihres XXX-Managementsystems zu erreichen.

 

Jedes Unternehmen ist in ein Umfeld eingebunden und hat zu Kunden, Lieferanten, Ämtern, Interessenvertretungen und Behörden und Mitarbeitenden Kontakte und entwickelt über verschiedene Stellen Beziehungen.

So werden die Beziehungen zu Kunden durch den Vertrieb, den Verkauf oder die Logistik, die Beziehungen zu Lieferanten durch den Einkauf, die Produktionssteuerung oder die Instandhaltung, die Beziehungen zu Behörden durch das Rechnungswesen oder das Norm- und Rechtswesen sowie die Beziehungen zu den Mitarbeitenden durch den Betriebsrat und die Führungskräfte gestaltet.

Über die so entstehenden Kommunikationskanäle werden Wünsche, Ideen, Trends und Anforderungen in das Unternehmen gebracht.

Da jedes Unternehmen seine knappen Ressourcen auf die wesentlichsten Themen im Unternehmen bündeln muss, sind diese externen Themen (Aspekte) zu sammeln, auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Ziele des Managementsystems hin zu gewichten. Daraus sind Aufgabenstellungen (interne Themen), die vom Unternehmen umgesetzt werden müssen, abzuleiten.

 

In jedem Managementsystem ist das Unternehmen und seine Beziehungen zum Unternehmensumfeld - der sogenannte Kontext - zu analysieren. Daraus sind die externen und internen Themen in Bezug auf die Anforderungen der jeweiligen Norm abzuleiten.

4.2 Erfordernisse und Erwartungen interessierter Parteien                   verstehen

Die Organisation muss: a) die interessierten Parteien, die für ihr XXX-Managementsystem relevant sind, b) die relevanten Anforderungen dieser interessierten Parteien bestimmen

 

Die am Unternehmen interessierten Parteien (Stakeholder) sind zu identifizieren und deren Erfordernisse und Erwartungen in einer Stakeholderanalyse zu erfassen und zu verstehen.

4.3 Anwendungsbereich des Managementsystems festlegen

Die Organisation muss die Grenzen und die Anwendbarkeit ihres XXX-Managementsystems bestimmen, um dessen Anwendungsbereich festzulegen. Bei der Festlegung des Anwendungsbereichs muss die Organisation: a) die unter 4.1 genannten externen und internen Themen, b) die unter 4.2 genannten Anforderungen der relevanten interessierten Parteien, berücksichtigen.


Der Anwendungsbereich muss als "dokumentierte Information" verfügbar sein. Es sind die Grenzen und der Anwendungsbereich des Managementsystems festzulegen. 

4.4 Managementsystem

Die Organisation muss entsprechend den Anforderungen dieser Internationalen Norm/dieses Teils von ISO XXXX/dieser Technischen Spezifikation ein XXX-Managementsystem aufbauen, verwirklichen, aufrechterhalten und fortlaufend verbessern, einschließlich der benötigten Prozesse und ihrer Wechselwirkungen.

 

Das Managementsystem ist entsprechend der Anforderungen der jeweiligen Managementnorm einschließlich der benötigten Prozesse und deren Wechselwirkungen (Übergabe- bzw. Schnittstellen) aufzubauen, zu verwirklichen, aufrecht zu erhalten und fortlaufend zu verbessern (weiterentwickeln).


[1] Unter dem Kontext der Organisation ist das Unternehmensumfeld bzw. die die Beziehungen des

Unternehmens in sein Umfeld zu beachten. Im Sinne der Stakeholderanalyse ist herauszufinden, welchen Einfluss Stakeholder auf das Unternehmen bzw. das Unternehmen auf die Stakeholder ausüben kann. Aus dieser Analyse lassen sich die für das das Unternehmen wesentlichen Schritte in der Kommunikation und in der Vorgehensweise mit den Stakeholdern ableiten.